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Znaimer Burg

„ Die stärkste Festung … „ (Vinzenz-Chronik um 1146)
Nach der Eingliederung Mährens dem Přemysliden-Böhmen in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts musste die Frage der Landverteidigung gelöst werden, da das damalige Grenzgebiet zu Österreich (damals Ostmark genannt) nicht genug geschützt wurde. Die alte großmährische Burg auf dem Pöltenberg bei Znaim entsprach nicht mehr dem Fortschritt der mittelalterlichen Kriegführung. Daher begannen die ersten Fürsten von Přemysliden mit dem Aufbau einer neuen Festung. Zum Verteidigungszweck wurde ein Felsenplateau auf einem strategisch engen Ausläufer ausgewählt, der sich gegenüber dem Pöltenberg erhebt und von dem aus man einen besonders guten Überblick über das ganze Thayatal, Granitztal und über das Gebiet der heutigen Stadt hatte. Die erste Aufbauphase wurde vermutlich noch unter der Regierung des Herzogs Konrad II. von Böhmen in den 80er Jahren des 11. Jahrhunderts verwirklicht. Burg „Znojem“ wurde dank ihrer Lage an der Südgrenze Mährens zu einer „Pflichtraststätte“ bei allen diplomatischen Anlässen zwischen dem böhmischen Fürstentum und den österreichischen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches. 1100 fand in der Burg die Hochzeit von Bořivoj II. Herzog von Böhmen statt. 40 Jahre später, bereits als Sitz des Fürsten Konrad von Znaim, wurde die Burg von tschechischen Heeren belagert. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und Anfang des 13. Jahrhunderts besetzte die Burg der erste mährische Markgraf Konrad Otto und kurz danach Vladislav Heinrich, die sie umbauen ließen. Das Bauwerk wurde durch einen Graben in zwei Teile eingeteilt: die innere Burg mit dem Palast und einer Burgkapelle und die Vorburg mit Gebäuden für wirtschaftliche Versorgung, Burgbewohner und einer anderen Kapelle – Rotunde der Heiligen Jungfrau Maria und der Heiligen Katherina. Der Zugang zum Burgareal erfolgte durch das prächtige achtseitige Räubertor (leider, Ende des 19. Jahrhunderts stürzte dieses wegen mangelnder Instandhaltung ein). Nach der Gründung der Stadt Znaim von Ottokar I. Přemysl vor dem Jahr 1226 wurde die Burg zum Sitz der Garnison des königlichen Burggrafen. Die Burgfestung war ein Bestandteil des intelligenten Systems der Stadtbefestigung. Im 16. Jahrhundert fanden in der Znaimer Burg berühmte Tagungen des mährischen Landtags statt. 1535 wurde sogar das erste Rechtsdokument des Landes, sgn. „Landordnung“ (heutige Verfassungsvariante) beschlossen, die bis zum Anfang des 30jährigen Krieges gültig war. Nach dem Rückzug der Türken aus Ungarn nach dem Jahre 1683 verlor die Znaimer Burg wesentlich an seiner militärischen Bedeutung. Kaiser Josepf I. wurde daher die verwahrloste Festung 1710 los. Das Vorburgsgelände geriet in die Hände der Znaimer Bürger, die dort bald eine Bierbrauerei aufbauten. Das Burginnere wurde als Lehnsgut an die Adligen von Deblín übergeben, die ihn teilweise zu einem Barockschloss umbauten.

 

„ Die stärkste Festung … „ (Vinzenz-Chronik um 1146)  

Nach der Eingliederung Mährens dem Přemysliden-Böhmen in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts musste die Frage der Landverteidigung gelöst werden, da  das damalige Grenzgebiet zu Österreich (damals Ostmark genannt) nicht genug geschützt wurde. Die alte großmährische Burg auf dem Pöltenberg bei Znaim entsprach nicht mehr dem Fortschritt der mittelalterlichen Kriegführung. Daher begannen die ersten Fürsten von Přemysliden mit dem Aufbau einer neuen Festung. Zum Verteidigungszweck wurde ein Felsenplateau auf einem strategisch engen Ausläufer ausgewählt, der sich gegenüber dem Pöltenberg erhebt und von dem aus man einen besonders guten Überblick über das ganze Thayatal, Granitztal und über das Gebiet der heutigen Stadt hatte. Die erste Aufbauphase wurde vermutlich noch unter der Regierung des Herzogs Konrad II. von Böhmen in den 80er Jahren des 11. Jahrhunderts verwirklicht. Burg „Znojem“ wurde dank ihrer Lage an der Südgrenze Mährens zu einer „Pflichtraststätte“ bei allen diplomatischen Anlässen zwischen dem böhmischen Fürstentum und den österreichischen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches. 1100 fand in der Burg die Hochzeit von Bořivoj II. Herzog von Böhmen statt. 40 Jahre später, bereits als Sitz des Fürsten Konrad von Znaim, wurde die Burg von tschechischen Heeren belagert. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und Anfang des 13. Jahrhunderts besetzte die Burg der erste mährische Markgraf Konrad Otto und kurz danach Vladislav Heinrich, die sie umbauen ließen. Das Bauwerk wurde durch einen Graben in zwei Teile eingeteilt: die innere Burg mit dem Palast und einer Burgkapelle und die Vorburg mit Gebäuden für wirtschaftliche Versorgung, Burgbewohner und einer anderen Kapelle – Rotunde der Heiligen Jungfrau Maria und der Heiligen Katherina. Der Zugang zum Burgareal erfolgte durch das prächtige achtseitige Räubertor (leider, Ende des 19. Jahrhunderts stürzte dieses wegen mangelnder Instandhaltung ein). Nach der Gründung der Stadt Znaim von Ottokar I. Přemysl vor dem Jahr 1226 wurde die Burg zum Sitz der Garnison des königlichen Burggrafen. Die Burgfestung war ein Bestandteil des intelligenten Systems der Stadtbefestigung. Im 16. Jahrhundert fanden in der Znaimer Burg berühmte Tagungen des mährischen Landtags statt. 1535 wurde sogar das erste Rechtsdokument des Landes, sgn. „Landordnung“ (heutige Verfassungsvariante) beschlossen, die bis zum Anfang des 30jährigen Krieges gültig war. Nach dem Rückzug der Türken aus Ungarn nach dem Jahre 1683 verlor die Znaimer Burg wesentlich an seiner militärischen Bedeutung. Kaiser Josepf I. wurde daher die verwahrloste Festung 1710 los. Das Vorburgsgelände geriet in die Hände der Znaimer Bürger, die dort bald eine Bierbrauerei aufbauten. Das Burginnere wurde als Lehnsgut an die Adligen von Deblín übergeben, die ihn teilweise zu einem Barockschloss umbauten.

 


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