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Althann-Palast (richtig Starhemberpalast)

Großartige Adelsresidenz

Das prächtige Barockbauwerk am Oberplatz (tschechisch Horní náměstí) Nr. 3 ist einer der besten Beweise des Wohlstands und der künstlerischen, gesellschaftlichen sowie ambitionierten ehrgeizigen Strebungen des „nachweißbergischen“ Adels in Znaim. Der
Name Althann-Palast wird zwar verwendet, jedoch ist er nicht richtig. Das Gebäude war nämlich nie im Besitz der Herren von Althann. Denen gehörte nur das Schloss Frain (tschechisch Vranov na Dyjí). Im Mittelalter standen an der Stelle des heutigen Palastes zwei Bürgerhäuser, die nach 1620 zur Residenz von Karl Antonín Grafen von Braida, des kaiserlichen Geheimrates wurde. Von Dezember 1631 bis April 1632 wurde hier vorübergehend Albrecht Graf von Waldstein untergebracht. Er war ein berühmter Krieger und Politiker, jedoch verlor er für kurze Zeit das Vertrauen seines Kaisers. Während seines Aufenthaltes in Znaim vertraute ihn Ferdinand II. wieder mit der Heerführung. So durfte die Stadt, die sonst durch Kontributionen bestraft und verarmt wurde, mindestens kurzzeitig die Anwesenheit des berühmten Waldstein genießen. Die Braids Residenz wurde seit 1666 im Besitz von Maxmilián Lorenz Graf von Starhemberg und seiner Gattin Dorota Polyxena, geb. von Scherfenberg. Ihnen gehörte in den Jahren 1666 - 1674 auch das Herrschaftsgut von Frain. Der Wunsch der neuen Besitzer nach einem repräsentativen Sitz führte schließlich zum umfangreichen Umbau der beiden älteren Häuser, aus denen ein großartiger Frühbarockpalast entstand. Klassizistische Symmetrie der Stirnwand mit Wappen der Herren von Starhemberg und Scherfenberg zeugt von der westeuropäischen Orientierung deren Architekten. Das Palastmaßhaus mit schlanken toskanischen Pfeilern führt auf Renaissance zurück. Der malerische Innenhof wurde im 18. Jahrhundert klassizistisch umgestellt. Sehenswert ist die Holzpawlatsche und der im hinteren Hofteil befindlicher Raum – ehemaliger Pferdestall. Nach dem Tode der Grafin Dorota Polyxena 1713 wurde der Starhember-Palast an die Wiener Hofkammer (Finanzministerium) verkauft, die hier ein Salzamt errichtete. Im November 1723 verweilte im Palast König Karel IV. mit seiner 6jährigen Tochter, Thronfolgerin Maria Theresia. Das Palastgebäude wurde auch im 19. und 20. Jahrhundert für Aufgaben der Staatsverwaltung genutzt. In den letzten Jahren wurde der Palast aufwändig renoviert.

 

Großartige Adelsresidenz

 

Das prächtige Barockbauwerk am Oberplatz (tschechisch Horní náměstí) Nr. 3 ist einer der besten Beweise des Wohlstands und der künstlerischen, gesellschaftlichen sowie ambitionierten ehrgeizigen Strebungen des „nachweißbergischen“ Adels in Znaim. Der Name Althann-Palast wird zwar verwendet, jedoch ist er nicht richtig. Das Gebäude war nämlich nie im Besitz der Herren von Althann. Denen gehörte nur das Schloss Frain (tschechisch Vranov na Dyjí). Im Mittelalter standen an der Stelle des heutigen Palastes zwei Bürgerhäuser, die nach 1620 zur Residenz von Karl Antonín Grafen von Braida, des kaiserlichen Geheimrates wurde. Von Dezember 1631 bis April 1632 wurde hier vorübergehend Albrecht Graf von Waldstein untergebracht. Er war ein berühmter Krieger und Politiker, jedoch verlor er für kurze Zeit das Vertrauen seines Kaisers. Während seines Aufenthaltes in Znaim vertraute ihn Ferdinand II. wieder mit der Heerführung.  So durfte die Stadt, die sonst durch  Kontributionen bestraft und verarmt wurde, mindestens kurzzeitig die Anwesenheit des berühmten Waldstein genießen. Die Braids Residenz wurde seit 1666 im Besitz von Maxmilián Lorenz Graf von Starhemberg und seiner Gattin Dorota Polyxena, geb. von Scherfenberg. Ihnen gehörte in den Jahren 1666 - 1674 auch das Herrschaftsgut von Frain.  Der Wunsch der neuen Besitzer nach einem repräsentativen Sitz führte schließlich zum umfangreichen Umbau der beiden älteren Häuser, aus denen ein großartiger Frühbarockpalast entstand. Klassizistische Symmetrie der Stirnwand mit Wappen der Herren von Starhemberg und Scherfenberg zeugt von der westeuropäischen Orientierung deren Architekten. Das Palastmaßhaus mit schlanken toskanischen Pfeilern führt auf Renaissance zurück. Der malerische Innenhof wurde im 18. Jahrhundert klassizistisch umgestellt.  Sehenswert ist die Holzpawlatsche und der im hinteren Hofteil befindlicher Raum – ehemaliger Pferdestall. Nach dem Tode der Grafin Dorota Polyxena 1713 wurde der Starhember-Palast an die Wiener Hofkammer (Finanzministerium) verkauft, die hier ein Salzamt errichtete. Im November 1723 verweilte im Palast König Karel IV. mit seiner 6jährigen Tochter, Thronfolgerin Maria Theresia. Das Palastgebäude wurde auch im 19. und 20. Jahrhundert für Aufgaben der Staatsverwaltung genutzt. In den letzten Jahren wurde der Palast aufwändig renoviert. 

 


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