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Jesuitengymnasium und Studentenwohnheim

Zentrum der Ausbildung und Obskurität nach der Schlacht am Weißen Berg

In der Renaissanceepoche galt Znaim überwiegend als protestantische Stadt. Kurz nach der Schlacht am Weißen Berg zählte sie sogar zu den „ketzerischen“ Städten. Nichtsdestoweniger hatten die Rekatholisierungsstrebungen des Wiener Hofes und die Ankunft des neuen Adels, der vom Kaiser versprochene beschlagnahmte Güter und Liegenschaften geschenkt bekam, dramatische Änderung der Stadtgeschichte zur Folge. Der neue Gutsbesitzer von Vranov (Frain) und Jaroslavice (Joslowitz), Michal Adolf Graf Althann gründete im Mai 1624 auf Empfehlung des kaiserlichen Stadthalters in Mähren, Kardinal Ditrichschtein, neben der St. Nikolaus-Kirche ein Jesuitenwohnheim. Jesuiten erfüllten erfolgreich ihre gegenreformatorischen Aufgaben, indem sie Andersgläubigen den „richtigen Glauben“ lehrten. Darüber hinaus nahmen sie auch noch eine allgemeine Ausbildungsfunktion wahr. 1634 wurde das Jesuitenwohnheim errichtet, u. z. genau an jenem Ort, wo vorher drei Bürgerhäuser (am heutigen Diwisch-Platz) standen sowie die Spätranaissancequadratur (heute Bezirksarchiv). Zusätzlich wurde auch ein Jesuitengymnasium gegründet (nach Olomouc/Olmütz und Brno/Brünn das dritte in Mähren). Die Jesuitenlehrer unterrichteten in speziellen Seminaren, die vorwiegend arme Studenten besuchten. Im Sommer 1679 brach in der Stadt eine Pestepidemie aus. Zu dem Zeitpunkt verweilte im Jesuitenwohnheim Leopold I. Kaiser von Rom und König von Böhmen. Zu den berühmten Studenten des Gymnasiums gehörte Prokop Diwisch, Erfinder des ersten Blitzableiters in Europa in der Mitte des 18. Jahrhunderts. 1773 wurde der Jesuitenorden aufgelöst, aber das Gymnasium und das Wohnheim dienten der Ausbildung bis zum 20. Jahrhundert.

 

Zentrum der Ausbildung und Obskurität nach der Schlacht am Weißen Berg

 

In der Renaissanceepoche galt Znaim überwiegend als protestantische Stadt. Kurz nach der Schlacht am Weißen Berg zählte sie sogar zu den „ketzerischen“ Städten. Nichtsdestoweniger hatten die Rekatholisierungsstrebungen des Wiener Hofes und die Ankunft des neuen Adels, der vom Kaiser versprochene beschlagnahmte Güter und Liegenschaften geschenkt bekam, dramatische Änderung der Stadtgeschichte zur Folge. Der neue Gutsbesitzer von Vranov (Frain) und Jaroslavice (Joslowitz), Michal Adolf Graf Althann gründete im Mai 1624 auf Empfehlung des kaiserlichen Stadthalters in Mähren, Kardinal Ditrichschtein, neben der St. Nikolaus-Kirche ein Jesuitenwohnheim. Jesuiten erfüllten erfolgreich ihre gegenreformatorischen Aufgaben, indem sie Andersgläubigen den „richtigen Glauben“ lehrten. Darüber hinaus nahmen sie auch noch eine allgemeine Ausbildungsfunktion wahr. 1634 wurde das Jesuitenwohnheim errichtet, u. z. genau an jenem Ort, wo vorher drei Bürgerhäuser (am heutigen Diwisch-Platz) standen sowie die Spätranaissancequadratur (heute Bezirksarchiv). Zusätzlich wurde auch ein Jesuitengymnasium gegründet  (nach Olomouc/Olmütz und Brno/Brünn das dritte in Mähren). Die Jesuitenlehrer unterrichteten in speziellen Seminaren, die vorwiegend arme Studenten besuchten. Im Sommer 1679 brach in der Stadt eine Pestepidemie aus. Zu dem Zeitpunkt verweilte im Jesuitenwohnheim Leopold I. Kaiser von Rom und König von Böhmen. Zu den berühmten Studenten des Gymnasiums gehörte Prokop Diwisch, Erfinder des ersten Blitzableiters in Europa in der Mitte des 18. Jahrhunderts. 1773 wurde der Jesuitenorden aufgelöst,  aber das Gymnasium und das Wohnheim dienten der Ausbildung bis zum 20. Jahrhundert.

 


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